Kuno´s Blog

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Ein Kreuz mit dem Kreuz

Götterkopf an meinem Haus

Götterkopf an meinem Haus

Hallo! Nach einer längeren Pause übe ich mich wieder in bloggen. Ich hätte da ein interessantes Thema, das für viele Mitmenschen auch allgegenwärtig ist – Kreuzschmerzen. Daran leide ich ja seit meinem 18. Lebensjahr, also schon über 40 Jahre. Damals, als eifriger Geräteturner, fing es bei einem Abgang von den Ringen an, ein Riss, und schon konnte ich mich nicht mehr bewegen. Nach ca. einer viertel Stunde ging es wieder einigermassen, dass ich gehen konnte, aber 3 Jahre lang konnte ich mich nicht mehr ohne Schmerz bewegen, vom Turnen keine Spur, kniete ich am Boden, brauchte ich eine Tischkannte, um mich daran wieder aufzurichten. Massagen, leichte Kreuz-Gymnastik, Einreibungen waren angesagt, aber wenn ich vom Rad stieg, ging ich so weiter, wie ich oben gesessen bin. Ein toller Anblick.

Doch dann hatte ich ein Erlebnis, das mein Leben ordentlich änderte. Der Vater meines Freundes starb an Herzversagen, plötzlich von einem Tag auf den anderen war er nicht mehr. Ich, hypochondrisch veranlagt, bildete mir sofort ein, auch was am Herz zu haben. Schweißgebadet wachte ich in der Nacht auf, mit irrem Stechen in der Herzgegend. Ein Besuch beim Internisten ergab  jedoch, keinerlei Herzkrankheiten, vielmehr rührte dies vom vegetativen Nervensystem her. Nun hatte ich eine Schwägerin, die damals, also im Jahr 1971-72 , uns mit einer neuen Ernährungslinie nervte. Sie konnte sich damit so in Szene setzen, sodass wir darüber nur lachten und sie nicht ernst nahmen und eine Abneigung für dies entwickelten. Sie meinte aber, dass ich das mit den Nerven schnell durch “Ernährungsumstellung” hinbekäme. Unvorstellbar für mich und meine Frau. Überigens litt auch meine Frau an Wirbelsäulen-Problemen, sie aber in der Halswirbelsäule, sodass sie oft im Sitzen schlief, da ihr das Liegen enorme Schmerzen bereitete. Der Arzt gab ihr die Hoffnung, dies nie mehr ganz wegzubekommen. Tolle Aussichten.
Doch dann kam mein Geburtstag, und mit ihm ein Karton von meiner Schwägerin mit diversen Sackerln, Glaserln und Packerln mit denen ich nichts anzufangen wußte. Aber auch ein Buch war dabei, “Heilen mit Makrobiotik” von Michio Kushi. Ab und zu warf ich, doch neugierig geworden, was dies ist, einen kurzen Blick in das Buch, und die Blicke wurden immer länger, waren doch sehr interessante Abschnitte dabei, die meine Neugier doch erweckten. So probierte ich einige Rezepte aus, die im Buch standen, Naturreis mit Gemüse, dieses noch nach besonderen Arten geschnitten, sah ja wie nach Ritual aus, sollte dadurch mehr “Jang” werden. Was ist das nun nochmal. Jin und Jang, damit konnte ich überhaupt nichts anfangen. Der Reis war hart, man mußte viel beissen, doch das stand ja auch geschrieben, je mehr man beist, desto gesünder ist es. Diesen Lehrsatz kannte ich auch noch aus meiner Schulzeit: “Gut gekaut ist halb verdaut”.
Heute weiss ich natürlich, wie und in wievielen Varianten man Reis kochen kann, gut gekocht schmeckt er einfach herrlich und man braucht auch keine Beilage dazu. Eine Schale Tee danach, einfach herrlich.
Wie gesagt, fing ich, mehr wiederwillig, aber doch interessiert mit makrobiotischer Küche an. Ich, als Süssspeisenesser kam damit mehr zurecht als meine Frau, die eher der “Fleischesser” ist. Sie aß nur, wenn ich kochte, aber total frustriert, überhaupt Buchweizen war zu Anfang ein rotes Tuch für sie, ist der Geschmack ja wirklich gewähnungsbedürftig, überhaupt wenn man ihn nicht richtig zubereiten kann. Aber er ist ja ein bodenständiges Gewächs, in der Steiermark als “Heidensterz” bekann.
Aber bald bekam ich nicht nur die Nerven in den Griff, dies war nach einer Woche der Fall, ich war erstaunt, dass sich auch die Probleme mit der Wirbelsäule besserten. Und nicht nur bei mir, auch meine Frau konnte wieder richtig schlafen, und bei ihr kann man beim besten Willen nicht sagen, dass dies durch Einbildung oder Überzeugung geschah, konnte sie doch dieser Ernährung nichts abgewinnen.
Aber sie stand es durch und so bekamen wir die neue Ernährungsweise immer besser in den Griff und hielten diese ein dreiviertel Jahr lang über sehr konsequent durch. Was wir in dieser Zeit erlebten, erzähle ich in der nächsten Folge.

Also bis dann, ich hoffe auf ein Wiederlesen und viele Kommentare
Kuno

Juli 7, 2009 Geschrieben von | Mein makrobiotischer Weg | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

   

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