Ein schwieriger Weg beginnt
Für mich begann jetzt eine wunderbare Reise, eine Wandlung, wenn man dies so bezeichnen kann, ich interessierte mich für sämtliche Literatur über Makrobiotik, besonders die Bücher von Michio Kushi faszinierten mich und auch die Schriften von Georges Ohsawa habe ich fast verschlungen. Es ist faszinierend, die Ideen dieser beiden Lehrer nachzuvollziehen oder wenigstens zu verstehen versuchen, es ist für uns Westis sicher nicht leicht, das Prinzip von Jin und Jang zu begreifen und es im täglichen Gebrauch auch anzuwenden. Aber je mehr man sich in dieses Prinzip “hineinisst” und dieses auch lebt, desto leichter wird das Verstehen, das Bewusstsein ändert sich auf jeden Fall in dieser Weise.
Natürlich ist es aber auch schwierig, mit so einem Wissen umzugehen. Was fängt man damit an? Man glaubt nun, allein das Richtige zu machen, sieht vorwiegend die Fehler, die alle Anderen um sich herum machen, will Ratschläge erteilen, die so keiner hören will, wer will schon von seinem geliebten Schnitzel lassen. Man fällt auch selbst immer wieder in alte Gewohnheiten zurück und versündigt sich so an seinen selbst auferlegten Prinzipien.
Ob nun der Vater mit seinen offenen Füßen absolut kein Getreide essen wollte und auch die Ratschläge mit dem Buchweizenpflaster ignorierte, oder die Mutter, mit Übergewicht und Bluthochdruck viel lieber ihre alther gewohnte Küche, zugegeben, mit viel leckerem Süßen, weiter zelebrierte. Wie sollten sie dies auch ändern, hatten doch zu dieser Zeit auch die Ärzte ihre Ablehnung gegen solche “Diäten”. Sie lächelten nur milde, da dies ja viel zu einseitig und völlig ungesund sei, ausprobiert hat es aber keiner.
Nicht unrecht hatte M. Kushi mit seinem Ausspruch: “Das einzige, was man nicht heilen kann, ist die Aroganz der westlichen Ärzte”, hatte er doch auch sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet. Zum Glück hat sich in der Zwischenzeit hier doch sehr viel getan und die westliche Medizin anerkennt zum Großteil auch den diätetischen Weg als Heilungsprozess, und viele Ärzte haben ja auch die Alternativmedizin, wie Akupunktur, in ihrem Angebot. Der Weg beider Systeme miteinander ist hier sicher der richtige Ansatz. Doch Kushi weist immer wieder darauf hin, dass Akupunktur, Akupressur und all diese Anwendungen nur als Begleitbehandlung gesehen werden sollen, das Grundlegende isst und bleibt die Ernährung.
Am schwersten hatte ich es immer, wenn ein mir Bekannter oder Bekannte an Krebs erkrankte und in Folge auch daran starb. Mit meiner Einstellung, Krebs kann man durch die richtige Ernährung und Lebensweise heilen, fühlte ich mich immer schuldig, nichts, oder zu wenig darin unternommen zu haben, doch ich stieß immer nur auf Unverständnis und Ablehnung, ja sogar Spott, wenn ich auch nur ansatzweise mit meinen Ratschlägen daher kam. Wie sollte ich auch, als Geschäftsmann, mehr Wissen als die Mediziner haben. Hier will ich nur ein Beispiel anführen, das ich selbst in einem Spital erlebte, als mein Vater in diesem Behandelt wurde. Ein Jugendfreund von ihm, an Krebs erkrankt, schon im Endstadium, lag neben ihm im Zimmer, er bekam als Nachtmahl ein paar Scheiben Wurst und harten Käse…. er konnte dies weder kauen noch schlucken……
Aus meiner heutigen Sicht, da ich auch in psychischer Weise viel Erfahrung gesammelt habe, bin ich fest der Meinung, dass man die Krankheiten selbst verursacht, ja man sich diese insgeheim, auf unterbewusstem Niveau sogar wünscht. Hier gibt es sicher geeignete Methoden dies auch zu behandeln, aber eine natürliche Nahrung aus Getreide, das ja gepflanzt weiterwächst, gibt auch hier den wichtigen Impuls, das Leben zu bejahen.
Vielleicht halten Sie mich ob meiner Aussage hierüber für verrückt, aber das Unterbewußte hat leider sehr viel Einfluß auf Alles im Leben. Hier findet man in diversen Podcasts sehr Gutes und Interessantes darüber.
Bis zum nächsten mal,
auf jeden Fall viel Gesundheit, wünscht Kuno
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